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Vorbereitungen zur Verteilung der Gueter

 

 

 

 

 

 

 

 

News update 5th January '05

Ein Dorf gepraegt vom Tsunami

Was am meisten auffällt, wenn man das Dorf Mudiliarkuppam, 11 Kilometer nördlich von Pondicherry betritt, ist die Stille. Und die Abwesenheit von Leben: es ist nicht eine Menschenseele zu sehen. Dennoch lebten mehr als 300 Familien in diesem florierenden Fischerdorf an der Coromandel Küste, in kleinen bunkerähnlichen Häusern, die von der Regierung gebaut wurden. Fiberglas Boote mit Dieselmaschinen wurden zum fischen benutzt, statt die jahrealten Katamarane mit Rudern und Mudiliarkuppam rühmte sich mit einer Grund- und einer weiterführenden Schule, die die Bedürfnisse von fünf Dörfern abdeckte.

Aber die Tsunami Welle schlug ein. Und sie schlug hart ein. 28 Menschen verloren hier ihr Leben. Am Strand sieht man apokalyptische Szenen: Fiberglas Boote liegen dort sauber in zwei Hälften gebrochen, Maschinen sind im Sand begraben, und man stolpert überall über Fischernetze eingewebt in Bäume, Äste und Boote. Heute sieht das Meer ach so blau und ruhig aus, aber alles ist

Von der Wut der Wellen ausgemerzt worden, abgesehen von drei Ayanar Statuen, die traditionell tamilische Dörfer gegen das Böse beschützen. War dieser Tsunami böse? Kleriker aus Asien, aus der ganzen Welt sogar, debattieren diese Frage gerade jetzt. Ein alter Mann, der seit 60 Jahren in diesem Dorf lebte und sich weigert, es zu verlassen, als die Regierung jeden evakuieren wollte, sitzt ruhig in einer Ecke und brütet über die Zukunft nach.

Heute kam das Auroville Tsunami Rehabilitations Team, um Mudiliarkuppam aufzuräumen. Gäste, Freiwillige und viele Studenten aurovilianischer Schulen sind am Start. Und es ist angemessen. Mit Enthusiasmus und einem guten Maß an Energie beginnen wir als erstes mit den Schulen. 302 Schüler besuchten die Hochschule und 216 die Grundschule. Der Einfluss der Wellen muss gesehen werden, um ihn zu glauben. Stühle wurden umhergewirbelt und liegen zerbrochen da, die Räume sind einen halben Meter mit Sand und Trümmern gefüllt und alle Bücher und Hefte sind nass und größtenteils kaputt. Einer der Lehrer, Mr. Jayavalli, zeigt uns die Hoechstmarke des Wassers an der Wand höher als ein kleines Kind und sagt: es ist ein Wunder, dass die Tsunami Welle an einem Sonntag kam und keine Kinder anwesend waren.

Es dauert zwei stunden, alle Schulen aufzuräumen und Bücher und Hefte in die Sonne zum Trocknen zu legen. Dann beginnen wir auf einer Strasse, schleppten die Trümmer an eine Stelle, wo sie verbrannt werden können, sortieren Plastik und benutzen kaputte Pfeiler, um von der Welle verursachte Gräben zu füllen. Bis 13:00 Uhr haben wir nur einen kleinen Teil des Dorfes geschafft, aber wir werden morgen wiederkommen, und übermorgen auch, bis dieses Dorf wieder wie ein Dorf aussieht und die Leute zurückkommen können, um ihr Leben wieder aufzubauen.

Es ist für das Auroville Relief Team außerdem an der Zeit, sich mit anderen NGOs zu vernetzen. Es gibt so viele, die in der Gegend arbeiten und anstatt des unfruchtbaren Wettkampfes, der oft zwischen Freiwilligen Gruppen während Katastrophen dieser Art stattfindet, denkt Auroville, es wäre passend, sich zu verständigen. Folglich besuchte Hemant eine Boomika Trust Versammlung mit 40-50 NGOs, die alle um die Tsunami betroffenen Gegenden und Menschen bemüht sind. Das Treffen konzentrierte sich auf 4 Hauptaspekte der Situation: Gesundheit, Unterkunft, Hilfe und Rehabilitation sowie Informations-Koordination .

Der wichtigste Beitrag, der von Auroville erwartet wurde, ist eine Tsunami betreffende virtuelle Informationszentrale, um den Informationsfluss zu erleichtern, der unter den betroffenen NGOs aufgebaut werden soll. Um dies möglich zumachen, werden vier betroffene Küstendistrikte von Cuddalore, Villapuram, Nagapatinum, Kania Kumari informationshalber verbunden. Das eigentliche Hardware Network muss kreiert werden, Computer müssen installiert werden und die Informationsstelle muss wie eine Art Intranet fuer die beteiligten NGOs funktionieren. Ihre Aufgabe wird sein, die Tsunami bezüglichen Informationen zu kategorisieren, zu ordnen und zu verbreiten.

Heute fand in Sodinarkuppam eine grosse Verteilung statt. Eimer, Wasser Flaschen, Bettuecher, Lungis, Sarrees, Seife, Kokosnusshaaroel, Schoolmaterialien, wie etwa Hefte, Bleistifte, Radiergummies, Anspitzer usw. wurde unter den am meisten betroffenen Fischfamilien verteilt (35). Das ganze Dorf bekam 300kg Reis, 100kg Oel, 100 kg Dal . Die Kinder des gleichen Dorfes erhielten Volley-, Basket-,und Fussbaelle und Springseile.

Daneben muessen wir uns auch um unsere eigenen Leute in den Auroville Strandkommunen kümmern, die zwar nicht ihr Leben verloren haben, die über unter dem materiellen Verlust genug gelitten haben und oft traumatisiert sind. Das Auroville Tsunami Hilfszentrum empfiehlt nachdrücklich die schnelle Zuteilung von Auroville Häusern an die Menschen der Strandkommunen, die dringend Behausung benötigen. Das Tsunami Relief Team stimmt der sofortigen Zuteilung von Rs. 10,000 an alle betroffenen Strandkommunen Bewohner zu und die Zusicherung, dass Maintenancen für die Dauer der Zeit fortgesetzt werden. All dies ist getrennt zu sehen von Sachschaden Rehabilitation.

Schließlich fließt der gute Wille auch in Form von Spenden ein: Dienstag sind nochmals 800.000 Rupees Spenden zugesichert worden und wir haben bisher ein gesamt projiziertes Einkommen von einer Millionen Rupees für Dorfhilfe und 150.000 Rupees für Auroville Strandkommunen Hilfe.

Dankt euch Eltern, Freunde, Gönnern und Aurovilianern für eure Unterstützung und euer Vertrauen. Ihr macht all diese gute Arbeit m ö glich.

FG